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Evangelische Kirche St. Nikolai

 
 
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Die Sankt Nikolaikiche zu Pritzwalk

Aus dem Mittelalter, jener Zeit, als Pritzwalk mit seinem Mauerring und den wehrhaften Torbauten das kraftvolle Bild eines geschlossenen Gemeinwesens bot, ragt nur noch ein Zeuge in die Gegenwart herein, der stolze Bau der Pfarrkirche St. Nikolai.
Sie ist das Ergebnis einer 200 jährigen Bauzeit.

Um das Jahr 1230 wurde die damalige katholische Kirche begründet. Die Kirche ist, wie sie heute dasteht, eine der vielen märkischen spätgotischen Hallenkirchen mit drei gleichen hohen Schiffen. Aber in ihr steckt die frühgotische Basilika des 13. Jahrhunderts. Das Mauerwerk bestand ausschließlich aus sorgfältig bearbeiteten, fast gleichmäßig großen und sehr regelmäßig geschichteten Feldsteinen. 1441 erfolgte die Einweihung des Hochaltars durch Bischof Konrad von Havelberg.

In den Jahren des Bestehens wurde die Kirche oftmals von Bränden zerstört oder verwüstet. Sie wurde umgebaut oder erweitert, das heißt Form und Gestalt dieses Bauwerkes haben sich die Jahrhunderte hindurch mehrmals verändert. Lediglich der Turm mit seinem Feldsteinfundament blieb immer an der gleichen Stelle.
Die im wesentlichen jetzt noch erhaltene Form der Kirche gab ein 1501 wahrscheinlich infolge einer Feuersbrunst notwendig gewordener Restaurationsbau.

Als 1539 die Luthersche Reformation auch das Städtchen Pritzwalk erreichte, wurde aus der bis dahin katholischen eine nun protestantische (evangelische) Kirche.

Am 01. November des Jahres 1821 wurde die Kirche durch den großen Stadtbrand weitgehend zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte bis 1828, es wurde allerdings kein hoher Turm wieder gebaut.
Erst 1880 bis 1882 wurde in neugotischen Backsteinformen der Turm nach Plänen von Friedrich Adler neu aufgebaut.

1954 erfolgte die Einsetzung neuer Glocken, nachdem die alten während des Krieges eingeschmolzen worden waren.
Der erste große Orgelneubau wurde 1956/58 von der Firma Schuke gefertigt
Eine Leihgabe aus der Alt Krüssower Kirche ist seit 1976 der spätgotische Flügelaltar von1250.

1999 begann die Rekonstruktion des Turmes nach den alten Plänen. Die Kirchturmweihe erfolgte 2000.



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