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Wall

Das Herrenhaus in Wall

Ganz im Osten der Gemeinde Fehrbellin, zwischen dem Karwer und dem Beetzer Luch, liegt Wall.

 

Der Ort hat eine mindestens 6500 Jahre alte Geschichte. Nachgewiesen sind Siedlungen aus der Mittelsteinzeit, aus der Bronzezeit und der Slawenzeit. Der Ort Wall wurde im Jahr 1271 das erste Mal schriftlich unter dem Namen "Besyhorst" erwähnt. Ab 1490 wurden die Bredows Besitzer, 1567 die Redern und ab 1679 war der Ort Staatsdomäne mit Meierei und Schäferei.

 

Das Jahr 1835 war ein entscheidendes Jahr für Wall. Der preußische Offizier von Knesebeck zu Karwe wurde neuer Besitzer.

 

Bis zum Jahr 1928 entwickelte sich der Ort sehr gut. Davon zeugt das Herrenhaus, Wohnhäuser und große Stallungen sowie der Gutspark. Im Jahre 1928 wurde das Gut an die Frankfurter Siedlungsgesellschaft verkauft und von 1931 bis 1932 aufgesiedelt. Es wurden insgesamt 32 Siedlerstellen eingerichtet.  Seit 1934 war Wall eigenständige Landgemeinde im Kreis Ruppin. Bis zur Wende prägte die Landwirtschaft das Leben im Dorf. Mit der Wende setzte eine Aufbruchstimmung ein, die Zeichen der Zeit wurden schnell erkannt und es wurden folgende Vorhaben verwirklicht:

 

1990/91 erhielt der Ort eine zentrale Wasserversorgung und eine Kläranlage; 1991 erfolgte ein vollständiger Straßenbau innerhalb der Ortslage mit den Nebenanlagen; 1992 erfolgten umfangreiche Baumaßnahmen und über die Dorferneuerung wurde das Herrenhaus und die ehemalige Milchkühlerei rekonstruiert.

 

1992 kam die Gemeinde zum neu gebildeten Amt Fehrbellin. Nach der 1993 abgeschlossenen Dorferneuerungsplanung und der nachfolgenden Realisierung konnte Wall im Bundeswettbewerb 1993 „Unser Dorf soll schöner werden" mit einer Bronzeplakette ausgezeichnet werden. Diese wurde im Januar 1994 anläßlich der Grünen Woche in Berlin überreicht. 2005 bekam Wall dann eine neue Straßenbeleuchtung.

 

Im Mittelpunkt des Blickfeldes stehen das ehemalige Gutshaus, indem sich das Gemeindezentrum und das Heimatmuseum befinden, sowie der Park. Wall erreicht einen überregionalen touristischen Bekanntheitsgrad durch die öffentliche 27-Loch-Golfanlage.

 

Seit der Wende 1990 wurden 150 Einwohner zählenden Gemeinde 30 Wohnhäuser neu gebaut. Zur Zeit leben dort 25 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Die Zahl der Arbeitsplätze hat das Niveau des Jahres 1990 erreicht.

Die Umwandlung des Ortes von einem Bauerndorf in ein Gartendorf ist auf eindrucksvolle Weise gelungen.

 

 

 

 

(16818) WALL

 

Einwohner: 168

 

Ortsvorsteherin:

Siegrid Stolz

 

Ortsbeiratsmitglieder:

Hendrik Sattelmair

Petra Uckel