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Giesensdorf

 

 

 

 In Giesensdorf leben 336 Personen ( per 01.01.2014)

 

 

 

 

 

 

 

Giesensdorf

 

 

Giesensdorf

Giesensdorf ist ein Straßendorf das 1343 erstmals schriftlich  „Gysemarstorp“ erwähnt wurde.

Im Westteil des Dorfes gibt es eine starke Geländesteigung, dort hat sich mit der Kirche und dem ehemaligem Schulhaus der Ortskern entwickelt.

1411 wurde der Ort Eigentum der Stadt Pritzwalk.

Zwischen 1423 bis 1427 wurde das Dorf von den Mecklenburgern abgebrannt. Aus welchem Grund ist nicht überliefert.

1576 gab es in Gysemarstorp 16 Hüfner (Besitzer eines Bauernhofes) und einen Kossäten (Besitzer einer Kate). 1652, nach dem Dreißigjährigen Krieg, waren es nur noch 6 Hüfner mit insgesamt 7 Personen. Bis 1670 hatte sich das Dorf wieder erholt. Es wurden 20 Hüfner, ein Kossät und ein Dorfschäfer gezählt. 1860 gab es vier öffentliche Gebäude, 53 Wohnhäuser und  5 wirtschaftliche Gebäude, einschließlich einer Windmühle im Ort. Ein stattlicher Ort dessen wirtschaftliche Grundlage die Landwirtschaft bildete.

1946 wurden 44,85 ha Landwirtschaftliche Nutzfläche enteignet. 1953 gründeten 72 Bauern mit 454,09 ha eine LPG, 1960 gehörten 130 Mitglieder mit 794 ha der LPG an.

 

Im oberen Teil des Dorfes steht, wie schon erwähnt, erhöht die in gotischen Feldsteinbau errichtete Kirche mit Wehrturm. Wann sie errichtet wurde konnte nicht festgestellt werden.

1844 wurde die Kirche erneuert, darauf weist eine Inschrift nahe der Kanzel hin.

Von 1581 bis 1860 stand die Kirche unter der Schirmherrschaft der Pritzwalker Kirche und auch heute noch wird die Giesensdorfer Kirche vom ev. Pfarramt in Pritzwalk betreut.

 

Gysemarstorp war Ausgangspunkt des Heerweges der am Fuße der Kronsberge nordöstlich vorbei über Kletzke bis nach Havelberg geführt hat. Söldner sollen während des Dreißigjährigen Krieges besonders nach der Schlacht bei Wittstock (5.10.1636) und dann erneut viele Jahre später die Truppen Napoleons (1812 – 1815) den Weg benutzt haben.

 

 

(Quelle: Archiv Museum, Zeitungsartikel ´93 von G. Schönemann)


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