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Jännersdorf

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Jännersdorf mit den bewohnten Gemeindeteilen Kuwalk und Neu Redlin (seit 1963) wurde 1246 als "Janderstorp" zum ersten mal urkundlich erwähnt. 1551 als "Jandersdorf" und 1552 als "Jännersdorff". Der Name ist vermutlich slawischen Ursprungs (jandro = Kern, Kugel, runder Körper) - bedeutet soviel wie "Rundling". Daraus ist zu schließen, dass es sich um ein Runddorf handelt. Funde von urgeschichtlichen Scherben, flachen Klingen, Schabern und Äxten aus Feuerstein, letztere auch aus Feldstein, lassen auf prähistorische Besiedlung schließen. Im Laufe der Jahrhunderte fand eine Übereignung des bislang der Herrschaft des "Joh. Gans genannt von Wittenberge" als Lehnsmann des Bischofs von Havelberg zugehörigen Dorfes an das Kloster "Marienfließ" zu Stepenitz statt, dem es bis 1872 (unter dem Beistand der Herren zu Putlitz) untersteht. 1652 (nach dem 30-jährigen Krieg) wurden 6 männliche Einwohner gezählt. Seit 1686 wurde das Dorf wieder bewohnt.

 

 

Bauernhöfe und -gärten prägen heute das Erscheinungsbild des Ortes. In seiner Mitte befindet sich eine freistehende Glocke. Im Ort sind Ortsgemeinschaftshaus mit Jugendklub, Sportplatz und Feuerwehr vorhanden. Der Radweg "Gänsetour" führt hier entlang. Der Ortsbeirat organisiert mehrere Kulturveranstaltungen im Jahr; z.B. Dorf-, Kinder-, Weihnachtsfeste. Der Sport- und Kulturverein Jännersdorf 1992 e.V. bietet vorrangig sportliche Angebote.

 

 

 

Umgeben ist Jännersdorf von Wald- und Heidelandschaft. Nördlich des Ortes liegt das Naturschutzgebiet "Marienfließ". Das russische Militär nutzte dieses Gelände als Schieß- und Hubschrauberlandeplatz und entfernte deshalb jeden Baumwuchs. Dafür gedieh auf dem nährstoffarmen Sandboden Heidekraut (Besenheide), das im Mai freundlich grünt, im August violett blüht und uns im Winter durch seine dunklen Farben fasziniert.

Im Juni 2011 fand in Jännersdorf das 765. Dorfjubiläum statt.