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Bartschendorf

Vorschaubild

Die Bartschendorfer Kirche wurde fast gleichzeitig mit der Fertigstellung der sogenannten Dreetzer Kolonien während der Regierungszeit Friedrichs des Großen erbaut. Die Wetterfahne zeigt die Jahreszahl 1802. Die hohen, im Stichbogen geschlossenen Fenster wurden in halber Höhe durch Emporen geschnitten, die die Kirche im Inneren umzogen. Schlichte vierkantige Pfosten stützten die Emporen und die gerade Decke. Der Turm wächst aus dem Westende empor. Seine östlichen Ecken ruhen auf zwei starken vierkantigen Pfeilern. Neben der Vorhalle unten im Turm führen im Norden und Süden Treppen zu den Emporen. Die Kirche ist seit 1977 eine Ruine. Der Grund dafür ist, dass der Dachstul schon vollkommen marode war und keine finanziellen Mittel zur Erneuerung bereitstanden. Durch Rettung des Turmes 1996 und Zinkbedeckung der Grundmauern wurde sie als Ruine gesichert. Dies zum Trost. Da Bartschendorf mit 40 Hofstellen und 194 Einwohnern die größte Kolonie an Dosse und Rhin war, baute man hier eine zentrale Kirche, darüber hinaus aber auch eine Schule (beide aus dem Jahre 1774). Einst hatte Bartschendorf noch eine Einwohnerzahl von 399 (1939), heute sind es gerade einmal knapp 90. Auch war die heute über 200 Jahre alte Kirche funktionstüchtig, bevor das Kirchenschiff in der Mitte der 70er Jahre in sich zusammenbrach. Und Bartschendorf hatte einst 3 Gaststätten. Jawohl: 3!! Davon lagen zwei direkt nebeneinander (Kreuzung Fliederweg - Zietensauer Weg; Bild: oben), die dritte an der Baselitz zw. Dreetz und Bartschendof, direkt am Rhinkanal (unteres Bild). Diese Gaststätte schloss 1945 als letzte. Alle drei Gebäude sind heute im Privatbesitz. Der ehemalige "Baselitz Krug" bietet heue noch Ferienwohnungen an.