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Roddahn

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Roddahn gehört zu den Strassendörfern und wurde bereits 1240 urkundlich erwähnt. Viele Jahrhunderte lang war es im Besitz der aus Altmark Stammenden Familie von Kröcher. ,,Der Roddahn'' ist ein in alten Urkunden oft genannter Wald ,,twischen der Dosse und Havelberghe''. Der Bach Roddahn, gemeint ist wohl die nahe Jäglitz, galt unter den Wenden als ein ,,munter dahinfliessendes Wasser'', denn ,,rad'' bedeutet froh, munter. Die Kirche des Ortes ist ein Schlichter Fachwerkbau in Saalform, vermutlich von 1798 (Jahreszahl an Empore und Glocke). Um Kosten zu sparen, wurde auf den Turm verzichtet und die kleine Glocke im Dachboden untergebracht. Nachdem die Kirche in den Jahren seit 1990 zusehends verfiel, konnte ab 2001 bis 2003 Dach, Fassade, Fenster und Türen saniert werden. Zu Roddahn gehören die Gemeindeteile Neuhof, Helenenhof, Schwarzwasser, Babe und Neuroddahn. Der Gemeindeteil Babe liegt im äußersten Süden der Ostprignitz, nördlich der Alten Jäglitz. Zuerst war es ein so genanntes ,,Vorwerk'' (für Meierei und Milchwirtschaft) zu Lohm, nach dem 30-Jährigen Krieg wurde es ein Rittergut. Der Name rührt von ,,Baba'' her und soll ursprünglich ,,Weib'' bedeutet haben, wurde aber als Spottname ,,Memme'' (Feigling) gebraucht. Der Gemeindeteil Schwarzwasser war bis 1953 das kleinste Dorf Deutschlands mit eigenem Gemeindeparlament und Bürgermeister. 2003 wurde Roddahn mit seinen Gemeindeteilen nach Neustadt (Dosse) eingemeindet.