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Schlunkendorf

Ein Berliner Händler kauft in den 1920ern Spargel direkt vom Feld

 

 

SCHULUNKENDORF

Wo der Spargel sein Zuhause hat

 

Gestern:

Schlunkendorf wurde 1370 das erste Mal urkundlich erwähnt, allerdings haben archäologische Funde ergeben, dass hier bereits vor über 2200 Jahren eine germanische Siedlung gelegen haben muss. Auch eine Besiedlung durch Slawen konnte nachgewiesen werden — als Ende des 19. Jahrhunderts ein alter Begräbnisplatz bei Grabungen unter einer Scheune entdeckt wurde. Die Kirche ist in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet worden. Schlunkendorf ist seit Jahrhunderten von der  Landwirtschaft geprägt.

 

Heute:

Schlunkendorf bildet mit mehreren Spargelhöfen und den umliegenden großflächigen Feldern das Herz des Beelitzer Anbaugebietes, viele der 208 Einwohner sind direkt oder indirekt mit der Spargelproduktion verbunden. Der Ort verfügt zudem über Reiterhöfe und eine Gaststätte.

Auch aufgrund des Spargelmuseums wird Schlunkendorf zum Ziel vieler Tages– und Wochenendausflügler. Betrieben wird es vom Verein Beelitzer Spargel e.V., der im Ort seinen Sitz hat. Das 1998 eröffnete Museum befindet sich in einem in traditioneller Lehmbauweise errichteten Bauernhaus und ist das erste seiner Art in Norddeutschland. Besucher erhalten hier einen Einblick in die Spargelgeschichte: Alte Fotos zeigen Bauern bei der Arbeit und beim Verkauf oder die erste Spargelpyramide, die 1934 auf einem Pferdewegen durch Beelitz gezogen wurde. In den Ecken stehen historische Ackergeräte, auf dem Hof befindet sich ein Schaubeet. Im Sommer bekommen die Besucher auch Spargelgerichte serviert.

Der im Jahre 2001 eingerichtete Spargellehr- und -wanderweg führt von Beelitz nach Schlunkendorf und wird für so manchen zur Entdeckungsreise. Schlunkendorf liegt östlich von Beelitz und ist über die Bundesstraße 246 Richtung Trebbin, Abzweig Schlunkendorf, erreichbar.