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Dretzen

Gemeindehaus

Abseits jeder viel befahrenden Bundesstraße liegt in 85 m Seehöhe, eingebettet in ausgedehnte Wiesen und angrenzende Wäldern, der Ort Dretzen an den Ausläufern des Hohen Fläming. Die Gemarkung Dretzen umfasst eine Fläche von 12 Quadratkilometer und grenzt im Südwesten/Westen an das Land Sachsen-Anhalt. Der Name des Ortes leitet sich aus dem altslawischen DROWO (Holz) bzw. DREWO (hinter den Holzungen) ab. Grundmoränen mit sanften Oberflächen formen prägen das Landschaftsbild um Dretzen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1552 im Einkommensverzeichnis des Bistums Brandenburg. Seit 1994 gehört Dretzen nach einem Vertrag mit dem Heiligen Stuhl zum Bistum Magdeburg. Nachdem Dretzen im 16. Jahrhundert wüst geworden war, diente es als Vorwerk und wurde von Ziesar aus Landwirtschaftlich genutzt. 1763 kam es zur sogenannten „Fredericianischen Neugründung“ wüster Dörfer. Hierbei erfolgte die Neubelebung des Ortes Dretzen an seiner jetzigen Lage. Am ursprünglichsten erhalten geblieben ist das 1763 errichtete Haus in der Dorfstraße 1. Acht Kolonisten aus Sachsen und Anhalt-Zerbst wurden mit Boden und Vieh als zinspflichtige Erbpächter ausgestattet. Weitere Bauern und Tagelöhner siedelten sich in der Folge an, Anfang des 20 Jahrhunderts hatte der Ort fast 300 Einwohner. Die landwirtschaftliche Nutzung prägt das Ortsbild auch in der Gegenwart. Am Ortrand liegt eine Moderne Milchviehanlage, Felder und Weiden werden intensiv bewirtschaftet. Dretzen hat Heute 188 Einwohner und bildet mit Buckau und Steinberg die Gemeinde Buckautal. Im Dorfkern liegt die 1907 aus Backsteinen erbaute Kirche mit der alten Schule und dem Dorfplatz mit Fußballplatz und neu gestalteten Spielplatz. Das Dorfleben ist geprägt von vielfältigen Aktivitäten. Wesentlichen Anteil daran hat die Freiwillige Feuerwehr, die im Jahre 2004 ihr 100jähriges Bestehen begeht. Seit 2003 gibt es einen weiteren Verein im Ort, der sich und anderem der Heimatpflege verschrieben hat. In Dretzen gibt es eine Gaststätte mit über 100jähriger Tradition und einen Lebensmittelladen, der seit 1955 besteht und ebenfalls auf eine langjährige Familientradition verweisen kann. Ansässig ist auch ein kleiner Baubetrieb. Dretzen ist ein kinderfreundlicher Ort, in dem viele junge Familien zu Hause sind. Die reizvolle Landschaft inspirierte bereits den Maler Professor Otto Altenkirch (1875-1945), der 1927 einen Feldweg nach Dretzen und 1931 den Rotpfuhlbach bei Dretzen in seinem Gemälden festhielt.