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Waldstadt II

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Im Südosten von Potsdam gelegen, erstreckt sich das Gebiet von „Waldstadt II“ an der Westseite der „Heinrich-Mann-Allee“, in einer Entfernung von 5 Kilometern zum Zentrum. Das Gebiet entstand erst 15 Jahre nach der Errichtung von „Waldstadt I“ in den frühen achtziger Jahren und ist über den „ÖPNV“ und die Nähe zur Autobahn umfassend erschlossen. Unter dem Leitbild „Wohnen im Wald“ wurde die „Waldstadt II“ als Teil des komplexen Wohnungsbaus in industrieller Plattenbauweise direkt in den Wald hineingebaut. Die unmittelbare Nähe zu dem Waldgebiet „Ravensberge“ und der ungeheuer hohe eigene Baumbestand, welcher während der Bauphase der Siedlung weitgehend erhalten blieb, haben der „Waldstadt“ ihren Namen gegeben. Entgegen zur „Waldstadt I“ sah die großzügige Planung hier neben der Bebauung mit fünfgeschossigen Wohnblocks und vier Punkthochhäusern vor allem eine entsprechende Anzahl dazugehöriger infrastruktureller Einrichtungen vor. In Folge dessen ist im Zentrum des Wohngebiets das „Waldstadtcenter“ sowie ein umfangreiches Gewerbe- und Dienstleistungsangebot verwirklicht worden. Das Gebiet von „Waldstadt II“ besitzt jedoch keinen reinen Wohnquartiercharakter, wie er bei vielen anderen Neubaugebieten bisweilen den Anschein macht. Durch die mit dem „Waldstadtcenter“ und vielen anderen Gewerbeeinrichtungen entlang der „Heinrich-Mann-Allee“ verbundenen Arbeitsplätze hebt sich dieses Gebiet wohltuend in einer Mischung aus „Wohnen“ und „Wirtschaften“ hervor. Ebenso wie „Waldstadt I“ und andere ähnlich angelegter Siedlungen wie „Schlaatz“ und „Stern“ bietet dieses Gebiet ebenfalls jungen, eher finanzschwächeren Menschen ein zu Hause. Doch wird versucht, durch vielfältige Bemühungen - sei es kultureller oder auch sozialer Art - die Diskrepanz zwischen Wohngebieten wie diesem und anderen, vermeintlich „besseren“, Gegenden zu überwinden und „Potsdam“ in seiner Gesamtheit zu einem wunderschönen Lebensort zu machen. (Text: Marcel Weichenhan)