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Berge

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Berge

 

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Berge im Jahre 1292. Besitzer waren um 1375 die Brüder von Bredow. Ab 1440 war Otto von Hake Eigentümer. Fast 300 Jahre stellte die Familie die Herren in Berge. 1720 kaufte König Friedrich Wilhelm I. das Gut und ließ es durch ein Amt verwalten.

Im Juli 1760 wurde das Dorf von einer großen Brandkatastrophe heimgesucht. Ein Blitz hatte ein Bauernhaus in Brand gesetzt. Bis auf die Kirche, das Küsterhaus und die Windmühle brannten alle Gebäude nieder.

 

Die Dorfkirche, ein flachgedeckter Putzbau, wurde 1744 erbaut. Der eingezogene Turm mit Schweifdach und Laterne wurde 1776 angefügt. Der Kanzelaltar wurde in der Mitte des 18. Jahrhundert gearbeitet. Auch die Empore und die Patronatsloge wurde im 18. Jahrhundert geschaffen. Mehrere Grabsteine, zwischen 1604 und 1631 für die Familie von Hake geschaffen, liegen an der Außenseite des Turmes.
 
Im Kellergewölbe der Dorfkirche wurden 1970 zwei Mumien aus dem 17. Jahrhundert gefunden, die bis heute nicht identifiziert werden konnten. Man nimmt an, daß es sich um den Ritter von Hake, der im 15. Jahrhundert herrschte, und Agnes Sophie von Brose handelt, die 1621 verstorben ist. Nach vorheriger Absprache mit dem Pfarrer können die Mumien auch besichtigt werden.
 
Sehenswert ist die 1685 gestiftete Orgel. Ein Bronzeleuchter stammt aus dem Jahre 1649. Ein zweiter, reich mit Schnitzereien ausgestatteter Altar steht an der Nordwand der Kirche. Er stammt aus der abgerissenen Kirche in Tietzow.