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Falkenhöh

Vorschaubild

Hinter dem Kreisverkehr befindet sich der „Falkenmarkt". Er war nach der Wende der erste Standort für ein Warenangebot in vielfältiger Form. Stolz ist Falkensee auf sein größtes Neubaugebiet, an der Spandauer Straße in Richtung Stadtgrenze gelegen, der „Gartenstadt Falkenhöh".  Die Wohnanlage, die einen Architekturpreis gewonnen hat,  verbindet Wohnen und Nahversorgung, ein Miteinander von Alt und Jung, Miet- und Eigentumsobjekte, Mehrfamilienhäuser und Reiheneigenheime. Es ist eine großzügige Anlage, deren Vorteil in guter sozialer Infrastruktur, aber auch der Nähe zu dem erholsamen See liegt. Aber dazu später.

Gartenstadt Falkenhöh

(Gartenstadt Falkensee)

 

Zunächst wollen wir auf den Geschichtspark auf der  gegenüberliegenden Seite an der Spandauer Straße aufmerksam machen. Es ist ein Areal, auf dem sich in den Jahren 1943 - 45 ein Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen befand. Im Rahmen eines Vergabe-ABM-Projektes und gefördert durch Zuwendungen des Landes Brandenburg wurden Maßnahmen zur Neugestaltung des Geländes durchgeführt. Der so entstandene Park wurde mit Hinweistafeln und einer vom Haus am Anger gestalteten Skulpturengruppe versehen und soll zum Nachdenken anregen.

 

Geschichtspark von oben

(Geschichtspark von oben)

 

 

Zurück zur Humboldtallee führt der Weg an zwei Seen. Der kleinere, der Neue See,  entstand 1938/39 durch den damaligen S-Bahn-Bau, um den Bahndamm anzuschütten. Der eigentliche Falkenhagener See liegt unmittelbar daneben mit einer Größe von 42 ha. Er drohte wegen hochgradiger Verschlammung umzukippen. Die unzureichende Belüftung führte bereits zu Anfängen von Fischsterben. Das zähe Ringen der Bürgerinitiative „Rettet den Falkenhagener See" führte zum Erfolg. Von der Landesregierung wurde das Entschlammungsprojekt als Fördermaßnahme anerkannt und sollte 100 %ig gefördert werden. Durch veränderte Regelungen des Umweltministeriums verringerten sich die Fördermittel, so dass ein Teil der Finanzierung von der Kommune aufgebracht werden musste, um das begonnene Projekt nicht sterben zu lassen. 1996 fand der Hauptteil der Entschlammung sein Ende, die Wassertiefe beträgt seitdem 3 m. Vorgesehen ist eine weitere notwendige Nachbehandlung zur Erhöhung der Effektivität der Maßnahmen. Zwischen beiden Seen schlängelt sich ein reizvoller Wanderweg.

 

Blick auf den Neuen See

(Blick auf den Neuen See)

 

Wir gehen weiter zur „Roten Villa" über die Uferpromenade direkt entlang an der Nordseite des Falkenhagener Sees und gelangen über die Schubert- und Beethovenallee in die Schönwalder Straße. Die  Villa war einst eine Gaststätte und Flaschenbierhandlung. Sie wird auch „Max-und-Moritz-Haus" genannt; am Giebel erkennt man noch die Reliefs dieser Buben.

 

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich die seit 1991 geschlossene Falkenseer Mülldeponie. Die in den 30er Jahren entstandene Deponie wies erhöhte Schadstoffwerte auf. Deshalb wurde im Auftrag der Stadt ein Entwicklungsplan zur Rekultivierung der Deponie erstellt und Ende 1994 mit der Sanierung begonnen. Im Oktober 1996 fand nach Abschluss der Hauptsanierung letztmalig ein Tag der offenen Tür und eine Begehung für jedermann statt. Entstanden ist  mittlerweile ein grüner Hügel, der nach einer Ruhezeit und abschließenden Analyseergebnissen einer neuen Nutzung zugeführt werden soll.

 

Nördliche der Deponie erschließt sich das Siedlungsgebiet Falkenhagener Alpen, einem schönen hügeligen Waldabschnitt. Wir spazieren aber auf der Schönwalder Straße an der Feuerwache Falkensee vorbei, weiter in die Bahnhofstraße. Hier finden wir zahlreiche Zeugnisse dörflicher Vergangenheit.