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Jabel

Evangelische Kirche

Das heutige Runddorf Jabel wurde erstmals nachweislich im Jahre 1418 erwähnt. Der Name stammt wahrscheinlich aus dem Slawischen und deutet auf Apfel oder Apfelbaum hin.

Der Dorfkern zieht sich hufeisenförmig um die Dorfkirche. Die bis heute sehr gut erhaltene Runddorfanlage hat einen gewissen Charme und gibt Jabel sein charakteristisches Aussehen. Eine Besonderheit in Jabel ist das Vorhandensein zweier Kirchen. Dies ist in unserem Landkreis und weit darüber hinaus in Dörfern einmalig.


Einwohner:

  • 206 Einwohner (am 30. Juni 2006)
  • 4,05 % der Gesamtbevölkerung der Gemeinde Heiligengrabe
    Fläche:
  • 664,60 ha
  • 3,69 % der Gesamtfläche der Gemeinde
    Gewerbe:
  • nach der Art der vorhandenen Nutzung entspricht Jabel dem Typ eines Dorfgebietes
  • im Dorfgebiet sind nicht wesentlich störende Gewerbebetriebe (z. Bsp. Einzelhandel, Schank- und Speisewirtschaften, Betriebe des Beherbergungsgewerbes) zulässig
    Historie:
  • wurde 1418 erstmals urkundlich erwähnt
  • der Name stammt wahrscheinlich aus dem Slawischen und deutet auf Apfel oder Apfelbaum hin
  • ist ein Runddorf, welches sein Dorfbild erhalten hat
  • der Dorfkern zieht sich hufeisenförmig um die Dorfkirche, deren alter Friedhof von einer Feldsteinmauer abgegrenzt ist
  • weitere Besonderheit des Ortes ist eine zweite Kirche (evangelisch/lutherisch) die Reste eines slawischen Burgwalls belegen die mittelalterliche Geschichte des Ortes
    Wohnen:
  • keine neuen Baugebiete
  • der örtliche Bedarf lässt sich nach heutiger Sicht in der Ortslage realisieren
  • Soziale und kulturelle Einrichtungen:
  • Gemeindehaus
  • Sport- und Spielplatz

 

Der Ort hatte im Mittelalter eine große strategische Bedeutung. Dies ist unzweifelhaft durch die Reste des alten Burgwalls einer slawischen Fluchtburg und einen alten Landwallgraben belegt. Der Burgwall ist eine ovale Erhöhung. Der Durchmesser beträgt ca. 100 m und ist an den Rändern aufgeschüttet. Dieses Bodendenkmal befindet sich ca. 600 m vom Dorf entfernt, in den Wiesen von Jabel hinter der Glinze.

Inmitten der Erhebung des Burgwalls befinden sich zahlreiche uralte Bäume, deren Mittelpunkt die „Sieben Brüder“ bilden. So nennt sich eine Esche gewaltigen Ausmaßes, deren Stamm sich gleich über dem Erdboden in sieben gewaltige Äste teilt, die alle selbst beinahe ein Stamm sind. Obwohl ein Ast infolge eines Sturmes abgebrochen ist, bleiben es die „Sieben Brüder“.

 

Die Fluchtburg von Jabel wurde vermutlich im 8. Jahrhundert von Slawen im Sumpfland errichtet und diente – wie der Name verrät – als Schutzversteck bei akuter Bedrohung. Ansonsten stand die Fluchtburg zwar leer, musste aber von den slawischen Bewohnern des Umlandes in Stand gehalten werden. Nach der Eroberung des Landes im 12. Jh. durch Albrecht den Bär wurde sie funktionslos und verfiel, bevor im Spätmittelalter sowie im 30jährigen Krieg die überwucherten Reste der „Sumpfburg“ immer mal wieder als Versteck vor marodierenden Truppen genutzt wurden.

Jabeler Dorfstr. 21
16909 Heiligengrabe OT Jabel

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