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Schäpe

Der Schäper Ortseingang mit der 1827 errichteten Schinkelkirche

SCHÄPE

Auf Schinkels Spuren

 

Gestern:

Schäpe wurde erstmals 1342 als „Scheep“ urkundlich erwähnt, der Name ist wahrscheinlich slawischen Ursprungs. Der Ort wurde als unregelmäßiges Gassendorf angelegt und ist seit Jahrhunderten von der Landwirtschaft geprägt. Eine im 18. Jahrhundert errichtete Kirche brannte 1824 nach einem Blitzschlag ab, 1827 wurde auf den Feldsteinfundamenten nach Entwürfen Karl Friedrich Schinkels ein Nachfolgebau errichtet. Der freistehende Turm entstand erst 37 Jahre später. Zwei Großbrände im 19. Jahrhundert zerstörten große Teile des Ortes, die Häuser wurden mit Ziegeldächern wiedererrichtet.

 

Heute:

Schäpe ist mit seinen 146 Einwohnern ein beschauliches Dorf am Rande der Nuthe-Nieplitz-Niederung. Schon immer hat sich der Ort durch den engen Zusammenhalt seiner Bürger ausgezeichnet: Die Kirche wurde von den Einwohnern errichtet, zu DDR-Zeiten baute man die Dorfstraße selbst aus. Heute wird das Engagement der Schäper im Förderverein für den Erhalt der Schinkelkirche gebündelt. Neben der begonnenen Sanierung des Gotteshauses und Forschungen zu seiner Geschichte ist auch ein Rundweg durch das Dorf angelegt worden. Infotafeln an zentralen Gebäuden wie der alten Schmiede oder der früheren Dorfschule geben zusammen mit historischen Fotos interessante Einblicke.

Dank mehrerer Pferdehöfe sowie des Spargelhofes Josef Jakobs, der seine Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten in einem romantischen Vierseithof verwöhnt, ist Schäpe ein beliebtes Ausflugsziel für Städter. Der Ort liegt an der Autobahn 9, Anschlussstelle Beelitz, und ist damit aus allen Richtungen schnell erreichbar. Für Reiter und Wanderer bildet der Ort den Ausgangspunkt für weitläufige Touren.