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Schönermark

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Der Ort Schönermark, seit Ende der fünfziger Jahre bis 2001 mit dem heutigen Gemeindeteil Wilhelmshof eine selbstständige Gemeinde, hatte seit seiner Ersterwähnung 1321 gegenüber umliegenden Ortschaften schon immer eine herausragende Bedeutung. Die wuchtige Feldsteinkirche war Mutterkirche vieler Gemeinden. Sie enthält einige beachtliche Kunstdenkmäler, wie plastisch gestaltete Grabplatten aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Ihre letzte Ruhestätte fanden hier auch Angehörige der Familien „von Schlippenbachs“ und „von Arnims“. Das Kirchenleben, das auch zu DDR-Zeiten nicht untergegangen war, wird immer noch sehr aktiv betrieben und durch Mitglieder einer Bläsergruppe und eines Chores bereichert.

 

Die durch einen Wall und Graben umgebende Wasserburg wurde als Sitz des Gutes wieder aufgebaut. In dem letzten erhalten gebliebenen Flügel befindet sich heute der Verwaltungssitz der Gemeinde und die Kindertagesstätte.

 

Hatte das Dorf Schönermark über die Jahrhunderte eine ständige Entwicklung, so ist Wilhelmshof 1838 durch Aufsiedlung eines 1801 erbauten Vorwerkes entstanden. Nach dem Krieg wurden die Restgüter enteignet und an landlose Bauern und Umsiedler verteilt.

 

In Schönermark fanden sich Bauern bereits früh zu einer ersten LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) zusammen, in Wilhelmshof erfolgte dieser Schritt erst später. 1960 war die Kollektivierung abgeschlossen und es gab keine selbständigen Bauern mehr. Heute bewirtschaften größtenteils eine Agrarprodukte GmbH mit Firmensitz in Dedelow und ein Wiedereinrichter aus Wilhelmshof die Landwirtschaftsflächen der Gemarkungen Schönermark und Wilhelmshof.

 

Aus dem ehemals modernsten Futterpelletwerk der DDR in Schönermark wurde der Sitz einer Tochtergesellschaft der Raiffeisenhandelsgenossenschaft.

 

Auch Kleingewerbe und Handel entstanden im Ort. Unter anderem gibt es eine Verkaufsstätte für Waren des täglichen Bedarfs, ein Land-Center für Tier, Hof und Garten, einen Autoservice (Kfz- und Unfallreparatur), aber auch einen Stützpunkt für Pflege, Gesundheit, & Frisör sowie ein Nähstübchen mit Kreativangeboten.

 

Am Ortseingang von Schönermark ist im September 2000 das neue Domizil der Freiwilligen Feuerwehr Schönermark/Wilhelmshof, die neben Gollmitz und Fürstenwerder auch eine Stützpunktwehr ist, fertiggestellt worden. Das nach modernsten Aspekten errichtete Gebäude, in dem auch eine Rettungswache integriert ist, entspricht allen Anforderungen und bietet beste Bedingungen für die ehrenamtlich zu leistende Arbeit der Kameraden. Vereine, wie der Kultur- und Sportverein, die Volkssolidarität, der Anglerverein u. a. Gruppen gestalten das Leben der Einwohner aktiv mit. Als zentraler Veranstaltungsort wird die Parkanlage in Schönermark sowie der Kulturraum  in Wilhelmshof genutzt.Aber auch der vor wenigen Jahren neu errichtete Sportplatz zwischen Schönermark und Wilhelmshof ist zum Anziehungspunkt der Bürger geworden.