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Bornim

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Das Gebiet „Bornims“ schließt in nördlicher Richtung direkt an den Potsdamer Stadtteil „Bornstedt“ an. Diese beiden Orte sind durch die Potsdamer Straße miteinander verbunden und reichen in ihrer gemeinsamen Ausbreitung über den Bahnhof „Bornim“ bis zu dem kleinen Dorf „Grube“. Bekannt ist dieser Stadtteil vor allem durch seine ausgeprägte Gartengestaltung, die im Jahre 1912, vermutlich unter dem Mitwirken des Gartenarchitekten Willi Lange, begann. Der Garten wurde nach englischem Vorbild angelegt und in einzelne „Gartenräume“ unterteilt. Dabei bildet der streng symmetrisch angelegte rechteckige Senkgarten mit Wasserbecken und Parterre das Zentrum der Anlage. Um das Kernstück des Gartens herum siedeln sich die weiteren Gartenräume an: der Frühlingsweg, Naturgarten (später Privatgarten), Herbstbeet, Steingarten der sieben Jahreszeiten mit der Farnschlucht und Versuchsgarten. Der große Gartenarchitekt Potsdams Karl Foerster prägte dabei den Begriff „Wildnisgartenkunst“. Es ergänzen sich architektonische und naturnahe Gestaltungsprinzipien. Im Gästebuch der Gartenanlage findet sich eine große Anzahl prominenter Besucher, wie etwa der Literat Leonid Leonow, der Pianist Wilhelm Kempff oder der Zoologe Heinrich Darthe. Nach mehren Umgestaltungen in den 60er Jahren erfolgte eine umfassende Rekonstruierung erst im Jahre 1998, anlässlich der „BUGA“. Seit einigen Jahren lädt nun die „Urania Potsdam“ zu den „Tagen des offenen Gartens“, an denen es möglich ist, den denkmalgeschützten Garten „Bornims“ in all seiner Schönheit zu bewundern. Als soziale Kernpunkte des Ortes gelten die „Freiwillige Feuerwehr“ und der einheimische Fußballverein „SG Bornim“, der im Jahre 1927 als „BSC Bornim“ gegründet wurde und sich mit konstanten Leistungen in der Kreisliga einen regionalen Namen zu machen wusste. (Text: Marcel Weichenhan)