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Neu Fahrland

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Das Ortsgebiet von „Neu Fahrland“ liegt genau an dem Punkt, an dem sich die drei Havelseen „Jungfernsee“, „Lehnitzsee“ und „Weißer See“ berühren. Im Westen wird der Ort außerdem durch den „Fahrländer See“, der ein Naturschutzgebiet ist, und im Osten durch den „Krampnitzsee“ begrenzt. Somit ist „Neu Fahrland“ eine fast komplett vom Wasser umschlossene „Fünf-Seen-Gemeinde“. Ein großer Teil der Gemarkung ist von Buchen- und Mischwäldern bewachsen, die ein dichtes Wanderwegenetz durchzieht. Der Wald und Wasserreichtum „Neu Fahrlands“ macht den Ort zu einer landschaftlichen Perle des Havellandes. Die Verbindung zu Potsdam bildet die „Brücke des Friedens“, welche über den „Sacrow- Paretzer- Kanal“ führt. Am Ende dieser Überführung schließt sich eine Insel an, deren Verbindung zum Hauptteil „Neu Fahrlands“ die sogenannte „Persiusbrücke“ bildet. Die 1200-Seelen-Gemeinde hat seit der Wende eine rege Bautätigkeit erlebt. Viele neue Ein- und Mehrfamilienhäuser sind entstanden, die eine große Anzahl „Zuzügler“ aus Berlin und Potsdam dazu bewogen haben, „Neu Fahrland“ zu bereichern. Als Kuranlage sehr geschätzt ist die „Heinrich-Heine-Klinik“, die, direkt am Wasser gelegen, eine eigene Schiffsanlegestelle besitzt. Besonders der Wasser- und Fischreichtum des Gebietes um Fahrland wird von vielen Hobbyanglern geschätzt. Der „Weiße See“ bietet im Winter eine sehr gute Eisfläche zum Schlittschuhlaufen, und der „Fahrländer See“ ist auf Grund seines Motorbootverbotes ein idealer Ort, um die Natur noch einmal in ihrer Unberührtheit zu erleben. Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde die Gemeinde „Neu Fahrland“ im Oktober 2003 ein Stadtteil Potsdams. Die Bürger der Gemeinde haben im Januar 2002 mehrheitlich für eine Angliederung an die Landeshauptstadt votiert, nachdem ein Fortbestand des Amtes „Fahrland“ nicht mehr möglich war. „Neu Fahrland“ wurde 1894 erstmals als „Kolonie Neu Fahrland“ in den Gemeindeunterlagen „Fahrlands“ erwähnt und gehörte schon einmal zu Potsdam. 1939 war es der Stadt zugeschlagen worden, doch 1952 machte das DDR-Neugliederungsgesetz diese Zuordnung rückgängig. Heute wächst in der havelländischen Seenlandschaft wieder zusammen, was zusammen gehört. (Text: Marcel Weichenhan)