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Waldstadt I

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Als ältestes Potsdamer Neubaugebiet gilt „Waldstadt I“. Bereits Ende der sechziger Jahre errichtet, wurde das Gebiet in den siebziger und den achtziger Jahren erbaut. Dabei wurde das Ziel verfolgt, durch die Errichtung großflächiger Neubaugebiete möglichst viel Raum in kürzester Zeit zu schaffen. In den letzten Jahren hat vor allem die Attraktivität in diesen „Plattensiedlungen“ nachgelassen. Deren städtebauliches Konzept wurde zunehmend in Frage gestellt. Die soziale Verträglichkeit stand im Mittelpunkt der Kritik. Als Grund für dieses „Image“- Problem gilt der Abwanderungsstrom einkommensstarker Bewohner in Wohnumfelder, die den heutigen städtebaulichen Anforderungen genügen. Einst galten die Bewohner solcher Gebiete als privilegiert. Eine Neubauwohnung, die fernbeheizt und eine entsprechende Sanitärausstattung aufzuweisen hatte, galt als erstrebenswert in sozialistischer Miss- und Planwirtschaft. Doch angesichts veränderter wirtschaftlicher, sozialer und politischer Rahmenbedingungen haben sich die Ansprüche der Bewohner an ihre Wohngebiete geändert. Im Osten der „Heinrich-Mann-Allee“ gelegen, beheimatet das Gebiet nun vor allem Jungfamilien und „Wenig-Verdiener“. Doch wurde versucht, die Attraktivität des Stadtteils durch großangelegte Sanierungsprogramme zu erhöhen. Besonders stolz ist die „Waldstadt“ darauf, eine Zweigbibliothek der Stadt- und Landesbibliothek zu haben, die ihren Hauptsitz am „Platz der Einheit“ unterhält. Die Bibliothek „im Grünen“ wurde 1985 erbaut, verfügt über einen behindertengerechten Zugang und befindet sich im Herzen des Dienstleistungszentrums, idyllisch umgeben von hohen Kiefern und einem benachbarten Lesegarten. Das „Waldcafé“ in der „Waldstraße“ ist der attraktivste Anlaufpunkt für Nachtschwärmer in „Waldstadt“. Doch auch das Trainingsgelände des Fußballvereins „Turbine Potsdam“ befindet sich auf dem Areal des Stadtteils, der mit diesen beiden Einrichtungen versuchen will, ein frisches und freundliches Image zu etablieren. (Text: Marcel Weichenhan)